EUDR · Kaffee

EUDR und Kaffee aus Peru: was sie verlangt und was Ihr Lieferant liefern muss.

Ab dem 30. Dezember 2026 muss Kaffee für den EU-Markt bis zu seiner Parzelle rückverfolgbar sein und nachweislich nicht von nach 2020 entwaldeten Flächen stammen. Das brauchen Sie von Ihren Lieferanten in Peru.

Was die Verordnung für Kaffee verlangt

Die Verordnung (EU) 2023/1115, bekannt als EUDR, zählt Kaffee zu ihren Rohstoffen. Die Delegierte Verordnung (EU) 2026/2102 erfasst zusätzlich löslichen Kaffee, allerdings erst ab dem 30. Dezember 2027. Wer Kaffee in der EU in Verkehr bringt, muss drei Dinge nachweisen:

  1. Entwaldungsfrei: Der Kaffee stammt nicht von Flächen, die nach dem Stichtag entwaldet wurden – dem 31. Dezember 2020.
  2. Legalität: Er wurde im Einklang mit peruanischem Recht erzeugt (Landnutzungsrechte, Umwelt, Arbeit).
  3. Geolokalisierung: die Koordinaten jeder Parzelle, von der der Kaffee stammt.

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Die Termine

30. Dez. 2026
Gilt für große und mittlere Marktteilnehmer.
30. Juni 2027
Gilt für Kleinst- und kleine Unternehmen.

Die Überprüfung vom Mai 2026 hat die Verfahren vereinfacht, die Termine aber beibehalten. In der Praxis brauchen Sie die Daten früher, um Ihre Erklärung vorzubereiten: Kaffee, der 2027 in Europa ankommt, wird schon jetzt unter dieser Bedingung eingekauft.

Erneut verschoben? Lesen Sie die EUDR-Chronologie und aktuelle News.

Punkt oder Polygon: So wird jede Parzelle erfasst

Bis 4 Hektar: Ein einzelner GPS-Punkt innerhalb der Parzelle genügt.
Über 4 Hektar: Ein Polygon ist erforderlich, also der vollständige Umriss der Parzelle.

Die Koordinaten werden als GeoJSON geliefert – das Format, das das EU-Informationssystem akzeptiert.

Wer macht was

  1. Erzeuger und Kooperative erfassen die Parzellen und archivieren die Nachweise je Parzelle.
  2. Der Exporteur bündelt diese Daten pro Sendung und übergibt sie dem Käufer.
  3. Der EU-Marktteilnehmer, in der Regel der Importeur, reicht die Sorgfaltserklärung in TRACES ein und ist gegenüber seiner zuständigen Behörde rechtlich verantwortlich.
Peru ist auf der Liste der Europäischen Kommission (Mai 2025) als Land mit normalem Risiko eingestuft. Das bedeutet die volle Sorgfaltspflicht: Rückverfolgbarkeit bis zur Parzelle, Legalität und Risikobewertung. Die vereinfachte Regelung für Länder mit geringem Risiko gilt nicht.

Schritt für Schritt erklärt: die EUDR-Sorgfaltserklärung (DDS) in TRACES.

Das eigentliche Problem: ein Container, Dutzende Parzellen

Eine Exportcharge stammt fast nie von einem einzigen Betrieb. Sie bündelt Kaffee vieler Erzeuger und manchmal mehrerer Regionen. Erfüllt eine einzige Parzelle die Anforderungen nicht, darf dieser Kaffee nicht mit konformem Kaffee vermischt werden. Deshalb sollte jede Parzelle geprüft werden, bevor die Sendung zusammengestellt wird – nicht erst, wenn Sie schon nach den Daten fragen.

Wie Origen das löst

Der Techniker der Kooperative erfasst jede Parzelle mit dem Smartphone, auch ohne Empfang. Origen gleicht sie mit vier offenen Satellitenquellen ab – darunter der EU-eigenen Waldreferenzkarte 2020 – und erstellt ein Dossier pro Sendung mit TRACES-kompatiblem GeoJSON. Ist eine Parzelle auffällig, zeigt Origen Ihnen, welche, damit sie ausgeschlossen oder belegt werden kann.

Origen zertifiziert nicht, sondern liefert überprüfbare Nachweise für Ihre Sorgfaltserklärung.

Mit Origen starten

Quellen

Verordnung (EU) 2023/1115 (EUR-Lex) Delegierte Verordnung (EU) 2026/2102: löslicher Kaffee ab 30. Dezember 2027 (EUR-Lex) EUDR-Überprüfung vom 4. Mai 2026: Termine und Änderungen am Geltungsbereich Risikoeinstufung der Länder (Europäische Kommission, Mai 2025) Die EUDR erklärt (Origen)

Informative Zusammenfassung, keine Rechtsberatung. Die Regeln der EUDR haben sich mehrfach geändert; prüfen Sie vor Entscheidungen die offiziellen Quellen.